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Líder Legal interviewt Carlota Pastora zu Besteuerung in Andorra, Relokation von Hochvermögenden und KI im Wealth Planning

Die juristische Fachzeitschrift Líder Legal hat Carlota Pastora interviewt, um die Entwicklung der Besteuerung in Andorra, die neuen Anforderungen an die passive Aufenthaltsgenehmigung sowie die Trends zu analysieren, die im Jahr 2026 die internationale Vermögensplanung von Hochvermögenden prägen werden.

Das Interview erfolgt im Anschluss an die Verabschiedung des zweiten Omnibus-Gesetzes für nachhaltiges Wachstum, das wesentliche Änderungen im Modell zur Ansiedlung von Einwohnern im Fürstentum einführt. Hierzu zählen insbesondere die Anhebung der Mindestinvestitionen für die passive Aufenthaltsgenehmigung auf 1 Million Euro in andorranische Vermögenswerte oder 800.000 Euro in Immobilien sowie neue Einreisegebühren und verstärkte steuerliche Kontrollmechanismen.

Zudem ist seit Januar 2026 die Ausweitung des automatischen Informationsaustauschs mit der Europäischen Union in Kraft, der nun auch Krypto-Assets, E-Geld und digitale Zentralbankwährungen umfasst. Dadurch erhöht sich die steuerliche Transparenz und Kontrolle internationaler Vermögensstrukturen erheblich.

Rechtssichere Relokation und maßgeschneiderte Planung

Nach Auffassung von Pastora erfordert dieses neue Umfeld hochgradig individualisierte Relokationsprozesse, die nicht nur das andorranische Recht, sondern auch die steuerlichen Auswirkungen in den Herkunftsstaaten berücksichtigen.

Die Kanzlei berät Unternehmerfamilien, Investoren und internationale Unternehmer durch maßgeschneiderte Vermögensstrukturen, rechtssicher strukturierte Holdinggesellschaften sowie Anlagestrategien, die mit den einschlägigen regulatorischen Vorgaben sämtlicher betroffener Jurisdiktionen in Einklang stehen.

„Ein bloßer Umzug genügt nicht mehr. Jeder Wohnsitzwechsel bedarf einer ganzheitlichen Analyse, um zukünftige steuerliche Risiken zu vermeiden.“

Dieser Ansatz spiegelt eine Veränderung im Profil neuer Einwohner wider, mit einer geringeren Anzahl von Anträgen, jedoch einem stärkeren langfristigen Engagement für das Land, größerer Vermögensstabilität und einem Fokus auf Lebensqualität.

Integration von Künstlicher Intelligenz in die internationale Steuerberatung

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt für 2026 ist die Integration von Instrumenten der Künstlichen Intelligenz zur Unterstützung der Steuerberatung und des Wealth Planning.

Diese Lösungen ermöglichen die Simulation komplexer Szenarien, die Analyse von Vermögensstrukturen, die Modellierung grenzüberschreitender Nachfolgeplanungen sowie die Prognose der Auswirkungen gesetzlicher Änderungen, stets unter fachlicher Aufsicht.

Pastora betont, dass Künstliche Intelligenz den Berater nicht ersetzt, sondern repetitive Tätigkeiten reduziert und dadurch mehr Raum für strategische Analyse und Mandantenbetreuung schafft.

Andorra als stabile Jurisdiktion für Family Offices

Das Interview beleuchtet ferner die Positionierung Andorras als wettbewerbsfähige und stabile Steuerjurisdiktion im europäischen Umfeld, die Family Offices und Unternehmen anzieht, welche Rechtssicherheit, Lebensqualität und steuerliche Effizienz suchen.

Die Kanzlei hat ihre Präsenz im iberischen Markt gefestigt, indem sie Andorra mit Spanien und Portugal durch Kooperationen mit spezialisierten Kanzleien vernetzt. Dadurch können komplexe grenzüberschreitende Strukturen in steuerlichen, erbrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Angelegenheiten umfassend betreut werden.

Trends 2026: Grenzüberschreitende Vermögensplanung

Zu den Bereichen mit dem größten erwarteten Wachstum zählt die internationale Vermögensplanung, insbesondere bei Familien mit Vermögenswerten in mehreren Jurisdiktionen.

Andorra bleibt eine attraktive Option zur Strukturierung der Vermögensnachfolge, zur Optimierung der Gesamtsteuerbelastung und zum langfristigen Schutz des Familienvermögens, unter anderem aufgrund des Fehlens einer Vermögensteuer und einer Erbschaftsteuer sowie seiner institutionellen Stabilität.

Nach Einschätzung von Pastora suchen Familien nach tragfähigen Strukturen, die vollständig compliance-konform sind und auf langfristige Beständigkeit in einem zunehmend regulierten globalen Umfeld ausgerichtet sind.

Das vollständige Interview lesen Sie in Líder Legal

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